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„Wo gibt’s denn hier Vulkane?“: Ausstellung in Büdingen

Personengruppe im Flur der Verwaltungsstelle Büdingen. Einige halten Broschüren und ein großformatiges Foto in Händen

Eröffnen gemeinsam die Ausstellung (von links): Andreas Rüb, Karl Rudi (beide DVG), Büdingens Bürgermeister Benjamin Harris, Lothar Keil (Sandrosenmuseum Büdingen) und Landrat Jan Weckler.

Im Landratsamt Büdingen können sich Interessierte ab sofort auf eine fotografische Spurensuche der vulkanischen Vergangenheit der Region begeben. Landrat Jan Weckler hat die neue Ausstellung, die bis September zu sehen ist, eröffnet.

Die Ausstellung „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“ zeigt in 30 Bildern Orte der Region, an denen die vulkanische Vergangenheit des Vogelsberges heute noch erkennbar ist. Es sind Felsen, ehemalige und noch aktive Steinbrüche, eine kleine Baugrube und ein historischer Keller. Obwohl die aktive Phase der Vulkane schon viele Millionen Jahre zurück liegt, verdeutlichen diese Geotope bis heute die unterschiedlichsten Aspekte des Vulkanismus.

„Seit Beginn der Corona-Pandemie konnten wir keine Ausstellung mehr im Landratsamt in Büdingen zeigen. Umso mehr freue ich mich, dass die Besucherinnen und Besucher nun mehr über die vulkanische Vergangenheit des Vogelsberges entdecken können“, sagte Landrat Jan Weckler, der die Ausstellung gemeinsam mit Büdingens Bürgermeister Benjamin Harris eröffnete. „Bei vielen der beeindruckenden Aufnahmen würde man auf den ersten Blick gar nicht vermuten, dass sie hier in der Region entstanden sind.“

Der Untertitel der Ausstellung lautet „Spurensuche im Vogelsberg“. Dass damit nicht (nur) der heutige Vogelsbergkreis gemeint ist, macht gerade der Standort in Büdingen deutlich: Zwar steht hier schon großflächig der Buntsandstein des Büdinger Waldes an, dieser ist aber immer wieder von Schloten durchbrochen, die auf den Vogelsbergvulkanismus zurückgehen. Ein besonders schönes Beispiel ist der „Wilde Stein“ unweit des Landratsamtes in Büdingen.

„Spurensuche“ soll auch deutlich machen, dass es nicht immer einfach ist, sich die Zeugnisse der Erdgeschichte zu erschließen: Seit über zehn Jahren sind die Mitglieder der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) „in Sachen Vulkane“ unterwegs. Sie stellen fest, dass der gegenseitige Austausch auf gemeinsamen Exkursionen wichtig ist. So sind nebenbei auch viele Fotos auf ihren Touren entstanden, die zum Teil auch bekannte Orte aus ungewöhnlichen Perspektiven zeigen. „Einen kleinen Teil der besuchten Orte haben die Mitglieder nun großformatig auf Leinwand drucken lassen. Keines dieser Bilder wurde in größerem Umfang nachbearbeitet, so liefern sie authentische Blicke auf und in den Vogelsberg“, so Landrat Weckler.

Begleitheft informiert über Hintergründe

Wer wissen möchte, welche Orte auf den Bildern zu sehen sind und was genau man dort erkennen kann, der findet in der Ausstellung mehrere Exemplare des Begleitheftes, in dem jedes Bild erläutert ist. Zusammengestellt wurden die Bilder in verschiedenen „Kapiteln“ zu Lavaströmen, Schloten und verschiedenen Arten explosiver Ausbrüche von Vulkanen. Beschreibungen und Bilder aus heute noch aktiven Vulkangebieten leiten jedes Kapitel ein, so dass sich im Folgenden Vergleiche mit dem Vogelsberg ziehen lassen.

Im Begleitheft sind auch die Bildautoren zu finden. Es sind Andreas Rüb (Kefenrod), Dr. Angela Metzner (Schotten), Klaus Emrich (Schotten), Rudolf Schlintz (Freiensteinau), Jürgen Löffler-Wegwerth (Grebenhain), Klaus Tamme (Schotten), Erhard Müth (Gedern), Gerold Beckmann (Grebehain), Hartmut Kraus (Homberg) und Kerstin Bär (Nidda) – sie sind alle Mitglieder des Leitungsteams der DVG-Sektion oder als Ortsbeauftragte unterwegs.

Interessierte können die Ausstellung bis September 2022 zu den üblichen Öffnungszeiten im Landratsamt, Berliner Straße 31, in Büdingen besuchen.

veröffentlicht am: 07. Juli 2022